Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatte am Wochenende Grund zu feiern: Vier Königsschlösser in Bayern hat die UNESCO offiziell als Weltkulturerbe ernannt. Dazu gehört auch das Schloss Herrenchiemsee im Chiemgau.

Das Schloss

zieht bereits seit Jahrzehnten Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt an. Genau deshalb müssen Einheimische keine großen Touristenmassen befürchten, sagt Weltkultur-Experte Kurt Luger. Er ist Professor an der Universität Salzburg und Teil des UNESCO-Lehrstuhls.

Schlösser bei den Kulturtouristen schon lange bekannt

Luger meint, dass Schlösser wie Neuschwanstein und Herrenchiemsee schon immer bekannt unter den Kulturtouristen bekannt gewesen sein: Es kann schon sein, dass der ein oder andere zusätzliche Tourist dazukommt. Aber ich erwarte nicht, dass alleine durch den Titel Welterbe eine große Zahl von neuen Touristen diese Orte ansteuern wird.“

So ein Titel habe vielmehr viele andere positive Auswirkungen für eine Region zur Folge. Zum einen würde das dem Image der Region zugutekommen. „Ich glaube, dass es die Menschen, die in der Umgebung mit Stolz erfüllt, dass sie zu den Auserwählten gehören.“

UNESCO-Titel steigert Achtsamkeit

Ein anderer positiver Effekt sei auch, dass die Achtsamkeit steigt. Man schaue durch die Auszeichnung verstärkt darauf, dass eben dieses Welterbe auch in der Zukunft erhalten bleibt.

Genau darum geht es im Kern bei so einer UNESCO-Auszeichnung: Wer die bekommt, verpflichtet sich, sich um den Erhalt der Stätte zu kümmern. In den vergangenen Jahren wurden hohe Summen in die Sanierung der Königsschlösser investiert.

 

 

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