Wie viele Personen leben in meinem Haushalt? Wie ist meine berufliche Situation – und wie oft nutze ich das Internet? Mit solchen Fragen wenden sich Statistiker ab sofort an Bürgerinnen und Bürger.
Jetzt im Januar startet die Befragung für den sogenannten „Mikrozensus“, auch bei Bürgerinnen und Bürgern zwischen Chiemsee und Königssee.
Wer für den „Mikrozensus“ ausgewählt worden ist, bekommt ein Schreiben vom Bayerischen Landesamt für Statistik. Die eigentliche Befragung läuft dann entweder online oder telefonisch. Wer ausgewählt worden ist, MUSS die Fragen beantworten – andernfalls droht ein Strafgeld.
Die Ergebnisse des „Mikrozensus“ sollen der Politik helfen, um zum Beispiel die Kinderbetreuung zu verbessern oder gegen zu hohe Mieten vorzugehen.
VIDEO: Hier erklärt das Bayerische Statistikamt den „Mikrozensus“ und warum er durchgeführt wird
Hintergründe zum „Mikrozensus“
Der Mikrozensus ist die größte jährlich stattfindende Haushaltsbefragung der amtlichen Statistik in Deutschland. Die Erhebung wird von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder gemeinschaftlich durchgeführt. Bereits seit 1957 wird etwa ein Prozent der Bevölkerung stellvertretend für alle Einwohnerinnen und Einwohner des Landes zu ihren Lebensbedingungen befragt. In Bayern sind das aktuell rund 130 000 Personen in etwa 65 000 Haushalten, die mittels eines mathematischen Zufallsverfahrens ausgewählt wurden.
Auf Basis der erhobenen Daten werden wichtige politische Entscheidungen getroffen, die alle Bürgerinnen und Bürger betreffen. Aus diesem Grund bittet das Bayerische Landesamt für Statistik in Fürth die im Freistaat ausgewählten Haushalte um ihre Unterstützung.