Ausgetretenes Quecksilber ist in einer Wohnung in Staudach-Egerndach zum Fall für die Feuerwehr geworden.
Wie der Kreisfeuerwerhrverband Traunstein mitteilt, war ein Barometer in der Wohnung zu Bruch gegangen, das Quecksilber trat aus.
Kleine Kügelchen verteilten sich über den Fußboden.
Die Feuerwehr rückte an: Mit Atemschutz und Chemikalien-Schutzanzügen gingen die Feuerwehrler in die Wohnung und konnten das gesamte Quecksilber einsammeln. Anschließend belüfteten sie die Wohnung. Auch wenn ausgetretenes Quecksilber giftige Dämpfe freisetzt, haben die Hausbewohner den Vorfall unbeschadet überstanden.
Quecksilber: Diese Tipps gibt die Feuerwehr
„Obwohl Einsätze mit ausgetretenem Quecksilber sehr selten vorkommen, empfiehlt der Kreisfeuerwehrverband Traunstein, noch vorhandene Geräte wie beispielsweise Fieberthermometer oder Blutdruckmessgeräte fachgerecht zu entsorgen und auf ungefährliche Produkte umzusteigen.
Als Sofortmaßnahmen bei Unfällen im Haushalt wird zum sofortigen Verlassen des Raumes geraten. Außerdem ist für eine ausreichende Belüftung zu sorgen. Die ausgetretene Substanz sollte nicht mit bloßen Händen angefasst werden und es ist zu vermeiden, dass man die giftigen Dämpfe einatmet.
Die ausgetretene Menge sollte in jedem Fall vollständig eingesammelt und in einem luftdichten Gefäß verpackt werden. Dazu empfehlen sich Hilfsmittel wie ein Stück Papier, mit dem man die Kügelchen vorsichtig zusammenschiebt. Der Stoff ist als Sondermüll zu entsorgen.
Im Zweifelsfall sollte die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 verständigt werden. Der Notruf 112 ist auch dann zu wählen, wenn Vergiftungserscheinungen Kopfschmerzen, Übelkeit, Reizungen der Atemwege oder Konzentrationsstörungen auftreten.“ (Quelle: Kreisfeuerwehrverband TS)