Januar 2026 im Atrium in Holzkirchen zu sehen und macht ein oft verborgenes gesellschaftliches Problem sichtbar. Ziel der Ausstellung ist es, zu sensibilisieren, zu informieren und Betroffenen sowie ihrem Umfeld Mut zu machen, Hilfe anzunehmen.
Die Ausstellung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales besteht aus sechs Wandmodulen mit insgesamt zwölf Gestaltungsflächen. Thematisiert werden häusliche und sexualisierte Gewalt gegen Frauen, Gewalt gegen Männer sowie gegen Kinder und Jugendliche. Ein zentrales Informationsmodul erläutert grundlegende Formen häuslicher Gewalt und zeigt konkrete Hilfs- und Unterstützungsangebote auf. Ein Impuls-Modul hinter einem Vorhang fordert Besucher dazu auf, bewusst hinzusehen und nicht wegzuschauen.
Die Inhalte machen deutlich, dass häusliche Gewalt alle gesellschaftlichen Gruppen betrifft und unabhängig von Alter, Einkommen oder Bildungsstand ist. Ergänzend stellen die Ausstellung und das Konzept „Bayern gegen Gewalt“ bestehende Hilfsstrukturen vor. Informationsmaterial und Hinweise auf Beratungsstellen sollen Betroffene darin bestärken, Gewalt nicht zu akzeptieren. Auch das soziale Umfeld wird angesprochen, aufmerksam zu werden und Unterstützung zu ermöglichen.
Zur Eröffnung der Ausstellung begrüßte Bürgermeister Christoph Schmid Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Landkreis, Gemeinde und sozialen Einrichtungen. Mit dabei waren unter anderem die Polizeiinspektion Holzkirchen, die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Miesbach sowie der Verein MaVia. Die Ausstellung geht auf eine Initiative aus dem Marktgemeinderat zurück und wird von der Gemeindeverwaltung begleitet.
Begleitend zur Ausstellung bietet der Verein MaVia am Dienstag, 5. Februar 2026, von 10 bis 12 Uhr eine persönliche Beratung direkt im Atrium an. Die Ausstellung ist noch bis 16. Februar 2026 zugänglich. Sie soll Betroffene ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, und einen Beitrag zur Prävention leisten.
Quelle: Markt Holzkirchen