Die Bundesregierung plante längere Arbeitszeiten, während Beschäftigte in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach bereits ein enormes Tagespensum leisteten. Die NGG warnte deutlich vor den Folgen überlanger Arbeitstage.

Rund 166.000 Stunden arbeiteten die Menschen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen täglich in Handwerk, Industrie, Dienstleistungen und Handel – im Landkreis Miesbach sind es 165.000 Stunden. Viele leisteten dabei regelmäßig Überstunden, während Wechselschichten zusätzliche Belastungen brachten. Manuel Halbmeier von der NGG Rosenheim-Oberbayern kritisierte, dass der Bund den 8-Stunden-Tag aufweichen wollte. Er betonte, dass 12-Stunden-Schichten aus seiner Sicht nicht eingeführt werden dürften.

Halbmeier verwies auf gesundheitliche Risiken, die bei dauerhaft langen Arbeitszeiten auftreten konnten. Erste Anzeichen wie Kopfschmerzen oder Schwindel hätten sich häufig zu ernsthaften Belastungen wie Schlafproblemen, Burnout oder Depressionen entwickelt. Besonders hart seien unregelmäßige Früh-, Spät- und Nachtschichten, die die innere Uhr durcheinandergebracht hätten. Auch das Unfallrisiko habe nachweislich stark zugenommen, sobald die tägliche Arbeitszeit acht Stunden überschritten hatte.

Längere Arbeitstage erschwerten laut NGG außerdem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Halbmeier forderte die Bundestagsabgeordneten der Region auf, den 8-Stunden-Tag in Berlin zu verteidigen. Die Gewerkschaft setzte auf die DGB-Kampagne „Mit Macht für die 8“, um den Schutz des Arbeitszeitgesetzes zu sichern.

Quelle: Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Rosenheim-Oberbayern

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