Besonders nachtaktive Tiere werden durch die Geräte schwer verletzt oder getötet.

Mit den warmen Tagen sind Mähroboter wieder im Einsatz, doch was für Gartenbesitzer praktisch ist, wird für viele Wildtiere zur tödlichen Falle.

Insbesondere Igel, die nachts auf Futtersuche sind, werden durch die leisen Maschinen oft schwer verletzt oder getötet.

Michael Vermeulen vom Fachbereich Umwelt- und Naturschutz am Landratsamt Miesbach erklärt, dass Igel bei Gefahr nicht fliehen, sondern sich zusammenrollen. Dieser Instinkt macht sie gegenüber Mährobotern schutzlos. Die scharfen Klingen der Geräte können massive Verletzungen verursachen, darunter abgetrennte Gliedmaßen und tiefe Schnittwunden im Kopfbereich. Besonders junge Igel sind betroffen, da sie aufgrund ihrer geringen Größe leichter übersehen werden.

Vermeulen warnt, dass die zunehmende Nutzung von Mährobotern zu einem deutlichen Anstieg an verletzten Wildtieren, insbesondere Igeln, führt. Auch andere Kleinlebewesen wie Kröten, Amphibien und nützliche Insekten sind durch die Geräte gefährdet.

Zum Schutz der Tiere rät das Landratsamt dringend, Mähroboter ausschließlich am Tag und unter Aufsicht einzusetzen. Der Einsatz in den Abend- und Nachtstunden, wenn Igel aktiv sind, soll vermieden werden. Zusätzlich wird empfohlen, Rasenflächen vor dem Mähen sorgfältig abzusuchen, um ruhende Tiere rechtzeitig zu entdecken.

Ein bewusster und sensibler Umgang mit Mährobotern kann zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt beitragen. Eine umfassende Aufklärung kann helfen, Unfälle mit Wildtieren zu vermeiden. Informationen zum verantwortungsvollen Einsatz von Mährobotern sind unter anderem unter www.bund-naturschutz.de zu finden.

Quelle: Landratsamt Miesbach

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