Während der Corona-Krise ist der Bedarf an juristischem Beistand im Alpenwelle-Land gestiegen. Das geht aus einer Bilanz der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hervor. Insgesamt wurden die Berater der Gewerkschaft 3.250 Mal kontaktiert. Bei den Rechtsstreitigkeiten ging es unter anderem um Verdienstausfall, Kurzarbeit und Probleme bei der Kinderbetreuung. Durch die Pandemie habe ein Großteil der Beratungen am Telefon stattgefunden – es entwickelte sich einen Anstieg um 30 Prozent, so die IG BAU. Viele Streitfälle gab es in der Gebäudereinigung wegen des niedrigen Kurzarbeitergeldes oder nicht gezahlten Löhnen in der Quarantäne. In der Baubranche waren es unter anderem Themen wie vorenthaltene Corona-Prämien und unbezahlte Überstunden. Die IG-BAU appeliert an Beschäftigte, auch in Pandemie-Zeiten die Hilfe der Gewerkschaft zu suchen.